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Das Saarland im Überblick

Das Saarland liegt im Südwesten Deutschlands. Es grenzt an Rheinland-Pfalz sowie an die Staaten Frankreich und Luxemburg. Zusammen mit der französischen Region Lothringen (Lorraine), dem Großherzogtum Luxemburg, Rheinland-Pfalz, der belgischen Region Wallonien und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien bildet das Saarland die Großregion.

 

         Karte Großregion

(Quelle: www.saarland.de)

 

Fläche:

Abgesehen von den Stadtstaaten, ist das Saarland mit 2 570 km² das kleinste deutsche Bundesland. Ein Drittel der Fläche des Saarlands ist Waldfläche. Die höchste Erhebung ist der Dollberg, 695 m, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Der längste Fluss ist die Saar, die dem Saarland seinen Namen verliehen hat.

Distanzen :

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Klima:

Ein gemäßigtes ozeanisches Klima prägt diese Region (die durchschnittlichen Niederschläge liegen bei 800 Millimetern.) Das Saarland gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands.

Bevölkerung :

Das Saarland zählt ca. 1.035 000 Einwohner. Mit 403 Einwohnern je km², gehört es zu den am dichtesten bevölkerten Bundesländern Deutschlands. 74% der Bevölkerung sind katholischen, 21% evangelischen Glaubens. Das Saarland hat somit prozentual den größten katholischen Bevölkerungsanteil in Deutschland. Die Bevölkerung wohnt vorwiegend in industriellen Klein- und Mittelstädten und Großdörfern. Neben der Landeshauptstadt Saarbrücken (177 000) sind die größten Städte: Neunkirchen (49 000), Homburg (44 000), Saarlouis (38 000), St. Ingbert (38 000), Merzig (31 000) und St. Wendel (27 000).

Sprachen:

Die Bevölkerung spricht im Norden die moselfränkische, im Süden die rheinfränkisch-pfälzische Mundart. Es gibt also keinen einheitlichen saarländischen Dialekt. Das Saarland ist das einzige Bundesland, das an Gymnasien sowohl Englisch als auch Französisch als Pflichtfremdsprache vorschreibt.

Kunst und Kultur:

Ob anspruchsvolle Kunst oder leichte Muse: Die saarländische Kulturszene hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Theater, Museen, eine Vielzahl von Musikveranstaltungen, archäologische Ausgrabungen, historische Gebäudeensembles in Städten und Gemeinden prägen das Land ebenso, wie eine reichhaltige, industriegeschichtliche Vergangenheit und grenzüberschreitende Projekte.
Zu den herausragenden Kulturinstitutionen zählen - neben dem Saarländischen Staatstheater und der „Stiftung Saarländischer Kulturbesitz“ - die beiden künstlerischen Hochschulen: Die Hochschule der Bildenden Künste Saar und die Hochschule für Musik Saar. Reichhaltig ist auch die Festivalkultur, die Musik auf höchstem Niveau von Jazz bis Klassik präsentiert (Musikfestspiele Saar).
In ein Mekka für Kinofans verwandelt sich Saarbrücken alljährlich im Januar beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis, einem der prominentesten Wettbewerbe für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm.

Wirtschaft:

Das Saarland hat sich zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort entwickelt. Den Menschen ist inzwischen bewusst, dass die Schätze des Landes nicht mehr tief in der Erde, sondern vielmehr in ihren Köpfen liegen. So zeichnet sich die saarländische Landschaft durch das Nebeneinander von etablierten Industrien (Stahl- und Automobilindustrie) und wegweisenden Zukunftstechnologien (Nano- und Biotechnologie) aus. Das Land ist außerdem ein wichtiger Standort für Forschung, vor allem im Bereich Informatik, Software und künstlicher Intelligenz.

Politik:

Mit 51 Mitgliedern ist der saarländische Landtag das kleinste aller 16 Landesparlamente. Die Landesregierung umfasst sechs Fachministerien und verfügt damit über das kleinste Landeskabinett in der Bundesrepublik Deutschland.

Verwaltungsmäßig ist das Saarland in fünf Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken gegliedert.

Regionalverband Saarbrücken (Saarbrücken und Völklingen)
Landkreis Merzig-Wadern  (Merzig)
Landkreis Neunkirchen (Neunkirchen) 
Landkreis Saarlouis (Saarlouis)
Saarpfalz-Kreis (Homburg und St. Ingbert)
Landkreis St. Wendel (St. Wendel)

            Saarland Verwaltungskarte

(Quelle: www.saarland.de)


Geschichte:

Das Saarland ist ein junges Land mit bewegter, stark durch die Nähe zu Frankreich geprägter Geschichte. Erst 1920, in Folge des Versailler Vertrags, entstand eine politische Einheit, das „Saargebiet“, das dem Völkerbund unterstellt war. 1935 entschieden sich die Bewohner per Volksabstimmung für das „Deutsche Reich“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Saarland bis 1949 französisches Protektorat, dann autonome Region – sogar mit einer Fußball-Nationalmannschaft und einer eigenen Olympiamannschaft. Erst 1957 tritt das Saarland der Bundesrepublik bei und wird 10. Bundesland.

Für weitere Infos:   www.toursismus.saarland.de, www.saarland.de